Fairer Handel – Die Idee dahinter

“Durch den Fairen Handel wird die Welt nicht von heute auf morgen gerechter und besser. Aber er macht Hoffnung, dort und hier. Und die können wir brauchen.”

Erhard Eppler, ehem. Entwicklungshilfeminister (Quelle: TransFair)

Fairer Handel ist …

„… eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.
Fair Handels-Organisationen engagieren sich – gemeinsam mit VerbraucherInnen – für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“

Zwar ist der Faire Handel kein gesetzlich geschützter Begriff wie beispielsweise der „Biologische Anbau“, aber 2001 haben sich die vier internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels ( FLO, IFAT, jetzt: WFTO, NEWS! und EFTA = FINE) auf die oben stehende Definition geeinigt.

 

Konkret bedeutet das:

Fairer Handel …

  • ermöglicht Produzenten-Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
  • steht für partnerschaftliche und verlässliche Handelsbeziehungen.
  • stellt die Menschen in den Mittelpunkt, fördert soziale Gerechtigkeit und den schonenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Die wichtigsten Kriterien des Fairen Handels:

  • gerechte Bezahlung
  • langfristige Handelsbeziehungen
  • Beratung bei Produktion und Vermarktung
  • Vorfinanzierung und Transparenz der Handelsbeziehungen
  • Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit

 

Partnerschaft

Kleinproduzenten, die oft in entlegenen Regionen leben oder zu benachteiligten Bevölkerungsgruppen gehören, sind unsere Partner. Durch den Fairen Handel können sie die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen selbst in die Hand nehmen. Der faire
Preis deckt Produktions- und Lebenshaltungskosten und Investitionen in Produktion und Vermarktung. Mit den Mehreinnahmen können so auch Gemeinschaftsprojekte verwirklicht werden.

Nähere Informationen gibt es auch hier: Forum Fairer Handel und www.fairtrade.de